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Mehr als eine Diät oder Wellness-Aktion

Wuppertal

Abschlussbericht zur „Aktion Lohnender Verzicht“ 2007
"Mitten im Weg" lautete das Motto vom 21. Februar bis zum 7. April 2007


"Fasten ist für mich nicht nur eine Diät oder irgendeine Wellness-Aktion", sagt Marhild, eine Teilnehmerin der "Aktion Lohnender Verzicht" 2007 des Blauen Kreuzes. "Das Fasten hilft mir, eine klare Sicht für das Wesentliche zu bekommen, dass mir Christus durch das Ostergeschehen geschenkt hat." Diese Erfahrungen bestätigten auch andere Teilnehmer. Von Aschermittwoch bis Karsamstag versuchten sie unter dem Motto "Mitten im Weg", Hindernisse im Leben und im Glauben aufzuspüren und aus dem Weg zu räumen.

Zum Abschluss der diesjährigen "Aktion Lohnender Verzicht" zog das Blaue Kreuz in Deutschland e. V. ein positives Fazit. Rund 20.000 Flyer und Arbeitshilfen wurden im Vorfeld an Einzelteilnehmer sowie Schulklassen, Konfirmandengruppen und Gemeindekreise verschickt. Die Rückmeldungen ergaben, dass die meisten auf Süßigkeiten und Alkohol verzichteten, gefolgt von Fernsehen, Zigaretten, Kaffee und Computerspielen. Mancher versuchte auch, Spontaneinkäufe zu vermeiden. Und es gab einige persönliche Verzichtsformen, wie zum Beispiel auf das Jammern.

Auf dem Rückmeldebogen formulierten einige Teilnehmer zudem ihre Erfahrungen während der "Aktion Lohnender Verzicht". Die Kommentare waren so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Katrin schreibt zum Beispiel: "Wir haben als Familie auf Süßigkeiten verzichtet. Auch die Kinder haben sich daran gehalten. Als Belohnung haben wir dafür etwas Schönes gemeinsam unternommen. Wir haben gelernt, bewusster auf unseren Konsum zu achten. Das möchten wir nach der Fastenzeit aber nicht ganz aufgeben."

Auch Bernd hat in der Fastenzeit auf seine liebgewordene Gewohnheit, das Rauchen, verzichtet und möchte dies weiterhin tun: "Seit der Fastenaktion bin ich Nichtraucher. Das fiel mir noch schwerer, als auf den Alkohol zu verzichten. Die Versuchung war groß. Jetzt bin ich sehr dankbar, dass ich es geschafft habe, mit Gottes Hilfe aufzuhören, und ich will auch nicht wieder anfangen." Auch er hat sich stattdessen einen Ausgleich gesucht und begonnen, Sport zu treiben und sich mehr mit der Bibel zu beschäftigen.

Doch auch negative Erfahrungen, starke Versuchungen und Enttäuschung erlebten manche Teilnehmer. Birgit Laaser, Koordinatorin der "Aktion Lohnender Verzicht", ermutigte sie, diese Erlebnisse nicht als Rückschlag zu begreifen, sondern daraus Erfahrungen über sich selbst zu gewinnen. "Erst durch den Verzicht können wir die Bedeutung einer Gewohnheit für unser Leben erkennen. Ein Stolperstein, eine Grenzerfahrung oder ein gegangener Umweg schenken ebenso Erkenntnisse über das eigene Ich und für das weitere Leben."

Auch Marhild ist manchmal über ihre Vorsätze gestolpert: "Je nach Tagesform." Immer wieder aufs Neue hat sie dann versucht, ihren "Geist frei zu bekommen für Gottes herrliches Geschenk des erfüllten Lebens".

bk



  Titelblatt Flyer der diesjährigen Aktion

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