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Auf Initiative des Leiters der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle des Blauen Kreuzes in Eichstätt, Ivica Lasic, fand in der kroatischen Hauptstadt Zagreb ein erstes Treffen engagierter Kroatinnen und Kroaten statt, die interessiert die Idee des Eichstätter Blaukreuzlers aufgegriffen haben, in seiner Heimat das Blaue Kreuz zu gründen und zu etablieren.
Seit langem ist Ivica Lasic, der vor Jahren aus Kroatien zum Studium nach Deutschland gekommen war, bekannt, dass auch in seiner Heimat die Sucht in all ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen ein immer größeres Problem. Aus seiner langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Suchtkranken weiß er auch um die wertvolle Hilfe und Unterstützung, die Betroffene und Angehörige in den Selbsthilfegruppen des Blauen Kreuzes finden. Es liegt daher aus seiner Sicht nahe, eine solche Arbeit auch in Kroatien aufzubauen.
Nach einer längeren Vorbereitungsphase, in der vornehmlich per E-Mail das Projekt "Blaues Kreuz Kroatien" langsam Gestalt annahm und Kontakte aufgenommen wurden, reiste Ivica Lasic dann schließlich vor wenigen Wochen nach Zagreb, um sich dort in den Räumen des christlichen kroatischen Jugendverbandes POMAK (Bewegung) mit an der Mitarbeit in der Suchtkrankenhilfe Interessierten zu treffen, Informationen auszutauschen und gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen.
Bei dieser ersten Begegnung ging es zunächst darum, das Blaue Kreuz und seine Ziele den Kroaten vorzustellen und über die Arbeit des Blauen Kreuzes in Deutschland zu berichten. Dabei signalisierten vor allem die Vertreter der Jugendorganisation POMAK Interesse an der Blaukreuz-Arbeit mit Jugendlichen.
Abschließend waren eine ganze Reihe praktischer Fragen im Hinblick auf die Gründung einer Blaukreuz-Arbeit in Kroatien zu klären.
Als eine besonders glückliche Fügung erwies es sich, in Renata Radanovic, einer Anwältin und Notarin aus Zagreb, eine kompetente und engagierte Mitstreiterin für dieses so wichtige Projekt gefunden zu haben. Sie hat sich bereit erklärt, den Aufbau des Blauen Kreuzes in Kroatien mit zu organisieren und sich dabei vor allem um rechtliche Fragen zu kümmern, die sich dabei ergeben.
In einem Land, in dem nach wie vor die Folgen des Krieges sichtbar und sprbar sind, ist man bei der Verwirklichung einer solchen Idee auf Hilfe von außen angewiesen, soll sie nicht nur ein Traum bleiben.
Und so bittet Ivica Lasic im Namen seiner kroatischen Freunde um Unterstützung und vor allem um das begleitende Gebet der Blaukreuzler in Deutschland, denn er weiß: "Wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, so ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit. Träumt unseren Traum" (Dom Helder Camara).
Martina Sill - aus bkd 7/8 2003