Gehst du mit?
Wieviel Zeit verbringen wir wohl unterwegs, also zwischen A und B?
Unterwegs sein, mobil sein, auf dem Sprung sein sind Schwerpunkte
unseres modernen Lebens und beanspruchen eine Menge Zeit. Wir überlassen
das Zurücklegen der Wegstrecken meistens den Autos oder öffentlichen
Verkehrsmitteln. Und wir suchen natürlich immer die kürzeste Verbindung.
Mobilität bis zum Stillstand. Und nebenbei verschicken wir doch noch die
eine oder andere SMS oder unterhalten uns via Freisprechanlage.
Nun beschreibt das Labyrinth eine Wegstrecke, die möglichst lang von
einem Außenpunkt ins Innere gelangt. Einen Umweg also. Wie eine Parabel
scheint das Labyrinthsymbol in unserer heutigen Zeit, die uns darauf
trainiert, immer zielgerichtet und ergebnisorientiert zu handeln.
Prozesse und Erkenntnisse, die sich auf Umwegen, beim Experimentieren,
beim Sinnieren oder gar Faulenzen ergeben, schieben wir schnell als
unnütz beiseite.
Manchmal eröffnen Um-Wege den Blick auf die richtigen Ziele. Wege, die
sich lohnen, sind selten gradlinig.
Das Labyrinth hat nur ein Ziel, ohne Abzweigung und Irrweg. Jeder geht
den gleichen Weg dorthin, aber was er in der Mitte findet und erlebt,
hängt von ihm selbst ab. Auch, was er von diesem Weg schließlich
mitnimmt, ist ganz individuell. Fastenzeit ist auch eine Wegstrecke
innerhalb des Kalenderjahres. Die wollen wir bewusst abschreiten.
Gehst du mit?
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